Andreas Alternative zur Goldrute
Pflanzvorschlag: Was statt Kanadischer Goldrute?
Die Kanadische Goldrute ist invasiv und verdrängt heimische Arten. Wer sie loswerden will, braucht etwas für den gleichen Standort: sonnig, eher trocken, aber auch gern nährstoffreich und frisch. Ideal ist eine Mischung aus Wildpflanzen und Zierstauden.
Heimische Wildpflanzen als Grundgerüst
Sie sind wichtig für Raupen und spezialisierte Wildbienen. Die meisten blühen im Sommer, einige aber auch bis in den Herbst.
- Echte Goldrute: der direkte heimische Ersatz, blüht bis Oktober (https://www.naturadb.de/pflanzen/solidago-virgaurea/)
- Berg-Aster: violett, Aug–Okt, auch optisch eine Zierpflanze
- z.B. Natternkopf, Wilde Möhre, Skabiosen-Flockenblume, Dost, Echtes Labkraut, Rainfarn, echter Hornklee (wichtig für Raupen und Wildbienen, blühen Juni-Aug)
- Für frischere Böden: Wasserdost (bis September)
- Efeu (Sept–Nov) ist Pflichtfutter für die Efeu-Seidenbiene.
Tipp: Stängel über den Winter stehen lassen. Sie dienen als Nistplatz, und die Samen fressen die Vögel.
Zierstauden für Farbe im September und Oktober
Dann sind vor allem Hummeln, Honigbienen, Schwebfliegen und Falter unterwegs, die vor dem Winter noch Nektar tanken. Dafür sind Zierpflanzen völlig in Ordnung:
- Sonnenbraut und Sonnenhut: optisch am nächsten an der Goldrute
- Fetthenne ‘Herbstfreude’, Raublatt-Aster, Kugeldistel, Katzenminze, Duftnessel, Steppensalbei, Bartblume, Lavendel
Achtung: Keine Glattblatt-Aster pflanzen, die verwildert selbst invasiv.
Fazit: Heimische Pflanzen für den Sommer und als Raupenfutter, Zierstauden für die Herbstfarbe.